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Gestern, 14:51

Forenbeitrag von: »Doro«

Von den großen Dichtern lernen

Eine leider fast völlig in Vergessenheit geratene Dichterin möchte ich heute vorstellen: Getrud Kolmar (bürgerlicher Familienname Chodziesner). Sie lebte von 1894 bis 1943, geboren in Berlin. 1943 wurde sie im KZ Ausschwitz von den Nazis ermordet wegen ihrer Zugehörigkeit zum jüdischen Volk. Sie schrieb eine Lyrik, in der u.a. die Rolle des Weiblichen sehr stark gestaltet wurde. Ihre Lyrik verließ die klassischen Formen nicht, war aber in den alten poetischen Formen doch auf neue Art und Weise s...

Gestern, 14:26

Forenbeitrag von: »Doro«

Am Meeresgrund

Schön, wieder etwas Neues von dir zu lesen. Ja, die Geheimnisse untergegangener Schiffe, Orte, reizen immer wieder unsere Phantasie und unsere frage nach dem Sinn.

Gestern, 11:21

Forenbeitrag von: »Doro«

Neue Vokabeln

Glück ist ein Abziehbild aus den Katalogen der Wohlfühlindustrie. Frieden ist ein Wort auf alten Grabsteinen. Gerechtigkeit ist ein vergessener Klang. Hoffnung wird meistbietend im Internet versteigert. Überleben muss ganz neu buchstabiert werden.

Mittwoch, 15. August 2018, 17:52

Forenbeitrag von: »Doro«

Die Bergwand wacht

Eine inetnsiv beschriebene Stimmung, die sich gut in innere Bilder umsetzten lässt. Auch die form finde ich gelungen.

Montag, 13. August 2018, 12:56

Forenbeitrag von: »Doro«

Pflegestufe 3

Wenn die Kulissen wegbrechen und der stets gleiche Blick vom Bett durchs Fenster nur auf Mauern trifft, wenn 'Haben' ein Witzwort und 'Können' ein Märchentraum ist, wenn der Schrei nach Nähe sich im Notruf tarnt, dann ist es fast zu spät sich einzuüben in ein Leben mit leeren und kraftlosen Händen.

Montag, 13. August 2018, 12:52

Forenbeitrag von: »Doro«

Menschenwürde

Haare kämmen, zwei Minuten. Ganzkörperpflege, nicht mehr als zwanzig! Jede Handreichung ist genau bemessen. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“. In der Tat – dafür bleibt kein Handgriff mehr übrig.

Sonntag, 12. August 2018, 18:01

Forenbeitrag von: »Doro«

Im Straßenstaub

Genau das finde ich immer wieder so spannend an vielen Gedichten, die vollkommener sind als meine. Die Offenheit des Textes für verschiedene Lesarten.

Samstag, 11. August 2018, 17:40

Forenbeitrag von: »Doro«

Anders unterwegs

Die Schritte sind leichter, die Bewegung fließt. Es gibt kein Ziel, das ich verpassen könnte. Die toten Blätter am Wegrand sind kein Müll, und manches Blatt belebt die graue Winterstarre mit seiner Leuchtkraft. Die Tropfen an den Zweigen zwinkern mir zu: Auch wir sind nur kurz da und gehen doch nicht verloren. Mit nichts zwischen den Lippen als dem ruhigen Atem und einem Liedton auf der Zunge koste ich plötzlich ganz deutlich den Geschmack des Lebens. (Anmerkung: als Gegenposition zu "Den Weg ge...

Samstag, 11. August 2018, 17:25

Forenbeitrag von: »Doro«

Wenn Mannheimer streiten

Das gefällt mir richtig gut! Die Szene ist lebendig geschildert und die Pointe sitzt!

Samstag, 11. August 2018, 17:24

Forenbeitrag von: »Doro«

Wehret den Anfängen

Ja, finde ich. Vielleicht habe ich mich inzwischen an diese besondere, kleine Form gewöhnt. Die historischen Szenarien sprechen mich dann an, wenn sie eher einen kritischen Blick transportieren als eine amüsante Attitude zu einer "Größe" der Geschichte liefern. Aber das betrifft halt mich. Andere Leser mögen ganz andere Vorlieben haben.

Samstag, 11. August 2018, 17:17

Forenbeitrag von: »Doro«

Dantons Hass

Sie waren eben nicht nur Aufklärer, sondern auch gläubige Fundamentalisten, die meinten, es sei erlaubt, bestimmte Ziele mit allen Mitteln anzustreben. Der Zweck darf eben nicht alle Mittel "heiligen".

Samstag, 11. August 2018, 17:12

Forenbeitrag von: »Doro«

Snobs über Klassiker

Zu sagen, dass man Goethe "kenne" (in dem Sinne, wie man sagt, ich kenne Herrn XY), ist, so denke ich in Ordnung, auch wenn man nur wenig von ihm gelesen hat. Goethe zu verstehen oder sein Werk vollständig überblicken und einordnen zu können ist etwas ganz anderes. Das könnte ich auch nicht von mir behaupten, obwohl ich als junge Frau viel von ihm gelesen habe (fast alle Dramen, viele Gedichte und einige Romane). Mich haben die Schönheit der Sprache beeindruckt, die Schilderung einer Persönlichk...

Samstag, 11. August 2018, 16:50

Forenbeitrag von: »Doro«

Den Weg gehen

Offenbar ist es mir nicht gelungen mit dem Geschilderten den Eindruck zu erwecken, um den es mir geht. Um den Lebensweg des modernen Menschen, der nicht einfach unterwegs ist, sondern gehetzt, von Erfolgsdruck getrieben. Multitasking wird von im verlangt, beständige Ausrichtung auf Zielvorgaben. Die mit ihm unterwegs sind, werden oft als Konkurrenten erlebt, die man ausmanövrieren muss. Wenn dann die Puste ausgeht bei diesem Getriebensein ist es oft zu spät auf einen ganz anderen Gang umzuschalt...

Samstag, 11. August 2018, 16:43

Forenbeitrag von: »Doro«

Herbst

Herzlichen Dank für die überaus freundliche Rückmeldung!

Freitag, 10. August 2018, 12:24

Forenbeitrag von: »Doro«

Wie isch Dischda worn bin

Spiegelt treffend die Meinung vieler Kleinbürger über Künstler wieder.

Freitag, 10. August 2018, 11:10

Forenbeitrag von: »Doro«

Herbst

Brüste, nie mehr nährend, im Argwohn des Verdachts. Vorsicht wohnt im Wünschen, im Können zieht schon Demut ein. Auf den Seiten der Erkenntnis fehlt ab und an ein Wort. Vergangenes ist reich bebildert, die Gegenwart im Wartegrau. Hoffnung irrt im Nebel; Zukunft schläft im Pflegeheim. Nur wer dem Frühling glaubt, genießt die Farben im Herbst. Es blüht ihm im Winterfrost ein Eisblumenstrauß.

Freitag, 10. August 2018, 11:07

Forenbeitrag von: »Doro«

Den Weg gehen

Den Weg gehen, den Weg gehen, den Zug nicht verpassen, den Text vorbereiten, den Plan überprüfen - wach sein, den Fallen ausweichen. Den Weg gehen, den Weg gehen, das Träumen vertagen, das Ziel nicht vergessen, die Chance nicht verpassen - klug sein, den Vorteil ergreifen. Den Weg gehen, den Weg gehen, die Zeit nicht verschwenden, den Umweg vermeiden, den Widerstand brechen - stark sein, als Erste(r) ankommen. Den Weg gehen, den Weg gehen, den Weg gehen, den Weg

Freitag, 10. August 2018, 11:03

Forenbeitrag von: »Doro«

Snobs über Klassiker

Kann sein, dass sie heute weniger gelesen werden (obwohl ich dazu keine belastbaren Zahlen kenne), aber sie wären keine "Klassiker" geworden, wenn sie nicht zu ihrer zeit sehr viel gelesen worden wären. Allerding weiß ich nicht, ob der Snob mit dem Wort "Klassiker" Werke meint, die einen großen Erfolg in einer literarisch gebildeten Schicht erzielen konnten, oder Werke aus der Epoche Goethes, Schillers, Hölderlins.

Freitag, 10. August 2018, 10:57

Forenbeitrag von: »Doro«

Dantons Hass

Unappetitlich wie vieles an der Revolution, die ihre Kinder fraß.

Freitag, 10. August 2018, 10:56

Forenbeitrag von: »Doro«

Wehret den Anfängen

Ja, die scheinbar unerhört Tugendhaften, sind nicht gerade die sensibelsten, wenn es um den Umgang mit der Macht geht. Alle Diktatoren, die großes Völkermorden verschuldet haben, begründeten ihr vorgehen mit dem Wohl "ihres" Volkes.