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1

Sonntag, 11. Januar 2015, 19:29

im bild

da fügen sich teile zusammen
nicht nur gedacht, sondern gefühlt
und träume die vom alp abstammen
ich weiß, was sich nach oben wühlt

da wird erkenntnis ausgesprochen
nicht nur im innen, draußen auch
und mauern sind in sich zerbrochen
ich sehe nichts, nur dichten rauch

da hänge ich in meinem bild
nicht im gestern, nicht im jetzt
und weiß nicht, was die sehnsucht stillt
wessen hoffnung stirbt zuletzt

2

Montag, 12. Januar 2015, 09:05

Sehr schön, Lucy. Gerade das Zurückhaltende, dennoch sehr Persönliche wirkt bei diesem Gedicht. Da wird man süchtig nach mehr.

Was einzig mich stört, ist die Zentrierung, linksbündig käme besser.

Ciao, Nachfrager

Hans Beislschmidt

Administrator

Beiträge: 1 148

Wohnort: Saarbrücken

Beruf: selbstständig

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3

Montag, 12. Januar 2015, 19:04

kann mich nur anschließen, Distanz und Nähe in einem privaten, persönlichen Moment.
Gruß vom Hans

4

Donnerstag, 15. Januar 2015, 17:20

Lieber Nachfrager, lieber Hans.


Danke für die Rückmeldungen. Ich freue mich darüber.

Grüße von Lucy.

5

Dienstag, 10. Februar 2015, 23:20

Ein Schlag ins Gesicht
Einer zuviel
Du liebst mich nicht
Das alte Spiel
Es ging um Liebe
Um Deinen Beweis
Nur Seitenhiebe
Und Egoscheiß
Du hast mich verraten
Judas lebt
Ans Kreuz geschlagen
Die Erde bebt
Ich schließe die Türe
Ohne Dich
Widerrufe die Schwüre
Befreie mich
Fremde Augen
Blicken tief
Forderst Vertrauen
Geist den ich rief
Haltende Hände
Nichts ist zuviel
Lodernde Brände
Ein neues Ziel

6

Donnerstag, 7. Mai 2015, 12:46

Ein Tag im Mai
Ignoriert und verlassen
Kein Käfer dabei
Wünsche verblassen

Mein Tag im Mai
Ohne Liebe und Wert
Bin ich einerlei
In mich gekehrt

Unser Tag im Mai
Ein Jahrestag
Schwer wie Blei
In seinem Grab

Der 7. Mai
Die letzte Tat
Ein Hahnenschrei
Dein Verrat

7

Donnerstag, 7. Mai 2015, 15:30

Das letzte Gedicht spricht mich an. Es ist wie eine kleine Geschichte, die einem verschiedenes erzählen kann.

8

Montag, 8. Januar 2018, 15:39

Im Wasser


Ich träumte einen roten See
aus frischem Blut, aus meinem
Und am Ufer schmolz der Schnee
über den Gebeinen

Ich träumte nicht den Seelentod
nur den meiner Hülle
Darum liegt der See jetzt rot
im Hain bei Grabesstille