Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: die Kunstfechter . Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Montag, 30. Juli 2018, 18:37

Grundgütiger Napoleon

Napoleon, durch üppige Machtfülle berauscht, traf, je länger er herrschte, immer willkürlichere Entscheidungen. Kurz vor der Schlacht bei Aspern, die mit einer Niederlage endete, wurde ihm ein französischer Soldat vorgeführt, der zu fliehen versucht hatte.

Der junge Bauernbursche zitterte am ganzen Körper und fiel auf die Knie: „Sire, ich habe eine Frau und einen Neugeborenen!“

Napoleon sah von seinem Schreibtisch auf und entschied: „begnadigt!“

„Danke! Danke! Zu gütig, Majestät!“

„Zu gütig? Dann ab mit Dir in die Schlacht und zwar an vorderster Front!“

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Wolfgang« (2. August 2018, 08:50)


Doro

Fortgeschrittener

Beiträge: 155

Wohnort: Burglengenfeld

Beruf: SAP Consultant ABAP Development,aber jetzt im Ruhestand

  • Nachricht senden

2

Freitag, 3. August 2018, 15:29

Ja, die Güte der Despoten dauert oft nur einen Augenblick. Das Wortspiel um "Zu gütig" ist die Pointe, auf die sich die kleine Handlung hinbewegt, und für das letztlich ein Mensch zum Tod verurteilt wird. Da kann man nur sagen "Principiis obsta".

3

Freitag, 3. August 2018, 22:46

Richtig erfasst. Ich wollte ausprobieren, wie ich einen Despoten schildern würde. Allerdings bin ich mir noch unsicher, weil ja bekannt ist, wie Napoleon war. Das Ende kann also nicht überraschen, sondern nur die Art und Weise, wie das Ende geschieht. Soll heißen: Wenn ich weiß, wie jemand tickt, kann mich seine Handlung nicht überraschen (ein Dieb stiehlt, ein Mörder tötet, ein Despot unterdrückt ...) Was also ist die Überraschung? Das kann nur die Art und Weise sein, wie und wodurch die Handlung ausgelöst wird. Ist das logisch und nachvollziehbar? Oder übersehe ich was?

Doro

Fortgeschrittener

Beiträge: 155

Wohnort: Burglengenfeld

Beruf: SAP Consultant ABAP Development,aber jetzt im Ruhestand

  • Nachricht senden

4

Samstag, 4. August 2018, 13:43

Nein, in diesem Fall bin ich Deiner Meinung.