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Dienstag, 31. Juli 2018, 08:44

Ich übe doch bloß Kritik

Ein Kritiker besuchte die Probe des Schauspielers Herr Aber und begann mit spitzen Anmerkungen über dessen Schauspielkunst.

„Was unterstehen Sie sich!“, brüllte ihn Herr Aber an.

„Ich übe doch bloß Kritik.“

„Und ich lasse mich nicht als Versuchskaninchen missbrauchen!“

Doro

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Wohnort: Burglengenfeld

Beruf: SAP Consultant ABAP Development,aber jetzt im Ruhestand

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2

Freitag, 3. August 2018, 15:37

Da bin ich froh, dass es nicht nur so überkandidelte Schauspieler gibt, wie Herrn Aber, sondern auch grundsolide Künstler, die mit Kritik umzugehen wissen. Allerdings sollte ein Kriktiker auch fundiert und sachlich Kritik üben statt mit spitzen Bemerkungen. In einer Pressewelt, die nur von Sex, Crime und Promiskandalen lebt, hat er da aber wohl nicht lange einen guten Job. Den Wortwitz "ich ü b e " habe ich zwar nicht überlesen, aber reicht der, um einer Geschichte genügend Substanz zu geben?
Deine Geschichten sind arg kurz; ich vergleiche sie mit Bertold Brechts Geschichten vom Herrn Keuner. Da ist einfach mehr Inhalt.

3

Freitag, 3. August 2018, 22:57

Ein Vergleich mit Brecht? Ich weiß gerade nicht, was ich davon halten soll ...

Wenig Inhalt? Ja, das stimmt.

Arg kurze Texte? Stimmt auch. Aber warum soll ich länger schreiben, wenn ich schneller auf den Punkt bringen kann, was ich sagen will?


Ich lese viele Anekdoten, daher sage ich, was mir auffällt: Im Vergleich zu Anekdotensammlungen (Reclam usw) sind meine Anekdoten weder besser noch schlechter. Sicher hängt ein Text auch vom Talent des Autors ab. Hier ging es mir schlicht um den Herrn Aber, über den ich seit etwa 15 Jahren schreibe. (Erste Geschichten entstanden zusammen mit die von Herrn Sinnig.) Darin geht es meist um die An-und Absichten der Figuren.

Doro

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4

Samstag, 4. August 2018, 13:51

Sieh meine Bemerkungen bitte nur als meine Meinung an. Ich beschreibe, wie der Text auf mich wirkt, wie ich ihn aufnehme. Insofern gebe ich Dir eine Rückmeldung. Wie ein Text wirkt, hängt ja nicht nur vom Text selbst ab, sondern auch von der Verfasstheit des Lersers, von seinem sozio-kulturellen Hintegrund, seinen Lebenserfahrungen.
Bei meinen Texten erlebe ich oft, dass sie ganz anders wirken als ich es beabsichtig hatte; manchmal werden sie auch total abgelehnt. Ich habe gelernt, dass ich die Wirkung eines Textes nicht erzwingen kann, weil der Leser immer "Mitgestalter" ist, ob ich will oder nicht. Ein Text, der auf Ablehnung stößt, kann dennoch gut sein. Er hat nur den falschen Leser gefunden.

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