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Doro

Fortgeschrittener

  • »Doro« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 270

Wohnort: Burglengenfeld

Beruf: SAP Consultant ABAP Development,aber jetzt im Ruhestand

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1

Donnerstag, 6. September 2018, 14:49

Worte

Woher kommen die Worte?
Sie steigen herauf
aus den dunklen Tiefen,
in die sie vor Zeiten
gesunken sind.

Ein Duft, ein Bild,
ein Gefühl rührt sie auf
und hebt sie
den Lippen,
der schreibenden Hand
entgegen.

Die ersten, nur Klang einst,
sanken zärtlich hinab.
Für immer mit der Wärme
und dem Milchduft verwoben
singen sie heute noch
durch verödete Weiten
ihre hoffende Liebe zum Du.

2

Montag, 10. September 2018, 17:26

Hm, das reizt mich jetzt eher zum Widerspruch. Wenn ich Geschichten schreibe, lese ich beispielsweise Zeitungen und manchmal bleibt ein Wort hängen. Das kann ein x-beliebiges sein. Dann überlege ich mir, was mir dazu einfällt. Und so kommen Worte, die ich zu Geschichten zusammen füge. "Aus dunklen Tiefen" kommt da bei mir nichts, eher aus der Phantasie oder aus Berichten, die ich zum Thema lese. Denke nur an den Link über die heutige Sitution von Schülern. Klar, wenn man Gedichte schreibt hat man andere Zugänge zu Worten, aber das sind nicht die einzigen.

Mir fällt auf, dass Du über eine Liebesbeziehung sinnierst, man könnte es auch als Botschaft eines Autors an seine Leser verstehen.

Doro

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3

Dienstag, 11. September 2018, 12:29

Hallo Wolfgang,
Ich denke, wir haben da einen extrem unterschiedlichen Blickwinkel. Mir geht es um die Tiefenschicht der Worte. Denke z.B. an "Herz". Das ist einerseits die Pumpe im menschlichen Organismus, aber vielmehr noch versteckt sich hinter diesem Wort. Diese Schichten sind sowhol kuturgeschichtlich, anthropologisch zu verstehen, als auch in der Psyche, in den emotionalen Sprachebenen eines jeden Menschen.
Kunst, auch solche aus Worten, speist sich nie allein aus Willen, Können und Ratio, sondern auch aus dem Unbewussten. (Siehe Rilkes Briefwechsel mit derPsychotherapeutin Andreas-Salomé). Also steigt da durchaus etwas aus Tiefen auf, die uns willentlich nicht zugänglich sind.

Zitat

Für immer mit der Wärme
und dem Milchduft verwoben
Mit diesen Zeilen "zeichne" ich das Bild eines Kindes, das seine ersten Worte zusammen mit der Muttermilch aufnimmt. Schon in unserer vorsprachlichen Existenz werden Prägungen entwickelt, die sich später auch in unserer Sprache auswirken. Auch darauf haben wir wenig Einfluss durch unser eigenes Wollen und Können. Vielleicht helfen Dir diese Gedanken einen anderen zugang zu dem Text zu finden.
LG Doro.

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